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Fossen and so much more

Norwegen! Ein Land zum Träumen. Wasserfälle, Stabkirchen, Schnee, Gletscher und verträumte Häuser. Einige dieser 'Fossen' stürzen bis zu 800 Meter in die Tiefe. Oft ist der Anfahrtsweg sehr beschwerlich und wir fragten uns so manches Mal, ob sie spinnen, die Norweger. Natürlich sehen wir uns die Streckenbeschreibungen vorher an, sie sind klar struktuiert, grün bedeutet einfach, blau dagegen schwieriger bis hin zu rot, also nur für erfahrene Kletterer. Schon die erste grüne Strecke bringt uns an die Grenzen des Machbaren und so manches Mal drehen wir um oder beißen uns bis zur Erschöpfung durch. Aber davon später mehr auf http://mienhuus.de. Die Stabkirchen, von denen es heute nur noch 28 gibt von einstmals über 1000, sind hölzerne Kirchen, die als Stabbau konstruiert wurden. Der Stabbau ist ein Tragwerk aus senkrecht stehenden Masten. Diese hier, in Borgund stammt aus dem Jahre 1150. Sie ist zwar nicht die größte, aber sicherlich eine der am besten erhaltenen Stabkirchen in Norwegen. Stabkirchen wurden im Baukastensystem ohne Metallschrauben oder -nägel zusammengesetzt: Auf einem Steinfundament liegt ein Rahmen aus schweren Holzbalken. Solide Eckpfosten wurden in geschickter Klammertechnik mit dem Rahmen verzahnt, senkrechte Planken im Nut und Feder. Innen sind die meisten Stabkirchen recht schlicht gehalten und wirken etwas düster. Weitaus heller ist es schon in den höheren Lagen, so ab 1000 Metern wird es richtig interessant. Selbst in den Sommermonaten liegt hier reichlich Schnee. Kein Wunder, dass es in Norwegen so viele Wasserfälle gibt. An so manchen Tagen, insbesondere wenn es mal richtig warm wird, gibt es Warnungen vor Überschwemmungen, Der Nigardsbreen ist einer dieser Gletscher, die wir besuchen. Wieder einmal verspricht der Weg dorthin eine 'grüne' Strecke, leicht zu laufen. Doch wir müssen über Felsen, durch Felsspalten und und teilweise an einem Seil die Steigung hochziehen. Ich frage mich, welche Farbe wohl eine für Nichtnorweger einfache Strecke haben müsste. Klar, wenn man den Gletscher erreicht hat, ist es leicht, aber das tröstet uns nicht. Als wir den Gletscher erreichen, sind wir ein wenig erstaunt. Auf den Prospekten sah er größer aus. In der Tat hat sich der Nigardsbreen im Laufe der Jahre von 1899 bis 1972 um 2,4 km zurück gezogen. Den Rückweg haben wir mit dem Boot gemacht, diese Tour enpfanden wir als wirklich 'grün'. Viele Orte ähneln einander, das Land erstreckt sich über eine große Fläche. Manchmal scheint es, als sei alles nur durch Tunnel verbunden. In der Tat zählen wir auf unserer Rückfahrt nach Bergen 50 Tunnel, einige kosten Maut. Noch ein Wort zu den Maut- und Fährengebühren. Alles läuft hier digital - im Gegensatz zu Deutschland. Nachdem wir uns bei autopass.no angemeldet hatten, wurden uns alle Gebühren, sogar die Fährverbindungen automatisch vom Konto abgebucht. Alle Abenteuer und Erlebnisse gibt es demnächst auf Highlands and Islands - Schottland und Norwegen